Dagmar Becker

SPD-Parteibasis für lokales Engagement

Allgemein

„Wie weiter SPD?“ So betitelte die Nordhäuser SPD-Kreisvorsitzende Anika Gruner kurzerhand eine außerordentliche Zusammenkunft der Parteibasis. Und viele, viele Mitglieder, darunter zahlreiche Jusos, fanden sich am Montagabend im SPD- Parteibüro ein. Und es „sprudelte“ nur so von Ideen und Aktivitäten.
Den Ortsvereinsmitgliedern war klar, dass vieles in der Partei in den vergangenen Wochen und Monaten daneben ging. Bundesweit bot die Partei ein Bild der Zerrissenheit. Und das Hickhack um die „Posten“-Besetzung schadeten der Partei zusätzlich. Doch nun ist ein „Erneuerungsprozess“ seitens der Parteiführung eingeleitet worden.

Die Nordhäuser Genossen wollen von der neuen Großen Koalition, die in diesen Tagen ihre Arbeit aufnimmt, Taten sehen. Und zwar derart, dass gerade für die Schwachen in Deutschland spürbar ein Mehr an Gerechtigkeit im Alltag erfahrbar wird. Doch sie haben sich an diesem Montagabend auch die Frage gestellt, was sie selbst tun können. Und zwar vor Ort – in Nordhausen.

Unzählige Hinweise und Ideen wurden vorgetragen und auch mit Kritikwürdigem wurde nicht gespart. Aufgrund oft fehlenden Geldes kam der Vorschlag, kaputte Bürgersteige mit noch brauchbaren Gehwegplatten bzw. Pflastersteinen, die auf dem städtischen Lagerplatz deponiert sind, auszubessern. Das gleiche gilt für Bordsteinkanten, die ersetzt oder an Straßenrändern neu gerichtet werden müssen, um nur einige Vorschläge zu nennen.

Auf einen Platz inmitten der Stadt Nordhausen hat sich der Fokus der Genossen besonders gerichtet – auf den Lesserplatz, der eigentlich „Toter Platz“ heißen müsste. Er wurde zur Landesgartenschau so gestaltet, wie er sich sich noch heute präsentiert. Er hat keine Seele. Vor allem aber hat er eines nicht: Bänke! Der Ortsverein will diesen Zustand beenden. So gab es Überlegungen, Unternehmen, Kreditinstitute und vor allem die Bürger über die Medien aufzurufen, Bänke zu spenden. Damit hier die Menschen beim Stadtbummel auch mal verweilen können.

Nur: Es könnte sein, dass aufgrund einer festgeschriebenen Platz-Konzeption verschiedenartige Bänke da nicht stehen dürfen. Deshalb kam die Idee auf, in Parks und Rundwegen aufgestellte Bänke, die nicht genutzt werden, auf den Lesserplatz aufzustellen, um ein einheitliches Aussehen zu gewährleisten. Mehrer Mitglieder des Ortsvereins wollen den Mitarbeitern des Bauhofes beim der Demontage bzw. Neuaufstellung der Bänke helfen. Zudem soll künftig ein Schaufenster des Parteibüros über Aktivitäten der Basis in Schlagwortform informieren. Auch will die SPD künftig themenbezogene Veranstaltungen organisieren, die für alle offen sind.
Hans-Georg Backhaus, SPD Nordhausen

 

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