Dagmar Becker

SPD-Landtagsfraktion lehnt Gipsabbau in Rüdigsdorf/Winkelberg ab

Umwelt & Energie

Auf die Pläne der CASEA GmbH den Gipsabbau in der Region Südharz auf das Gebiet Rüdigsdorf/Winkelberg auszuweiten, reagiert Dagmar Becker, Sprecherin für Umwelt und Naturschutz der SPD-Fraktion, erschüttert: „Viel zu lange hatten wirtschaftliche Interessen in Thüringen vor allen anderen den Vorrang. Böden sind ein endliches Gut, deshalb birgt die Frage der Landnutzung seit jeher Konflikte. Doch auch heute haben die Worte Frédéric Albert Fallous noch Gültigkeit:

‚Die Nation, die ihren Boden zerstört, zerstört sich selbst.‘

Der Gipsabbau führt in der Region Südharz unweigerlich zur Zerstörung einer einzigartigen Natur und Naturlandschaft. Das wollen wir nicht hinnehmen und setzen uns für ein Ende der Natur- und Umweltzerstörung ein. Deshalb appellieren wir an die CASEA GmbH im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, im Sinne der folgenden Generationen, von weiteren Gipsabbauvorhaben in der Rüdigsdorfer Schweiz/Am Winkelberg Abstand zu nehmen“, kommentiert die Dagmar Becker den Vorgang.

 

Die Firma CASEA GmbH hat  im Thüringer Landesbergamt Anfang Juli Tischvorlagen für einen „Scopingtermin“ zur Vorbereitung eines Planfeststellungsverfahrens zur Zulassung eines Rahmenbetriebsplanes für einen Gipstagebau in dem Bergwerkseigentumsfeld „Rüdigsdorf/Winkelberg“ (auf Gips) eingereicht. Die Tischvorlagen sollen an die Träger öffentlicher Belange (einschließlich Stadt Nordhausen und Verbände) weitergeleitet werden, damit sich diese ein Bild von dem Vorhaben der CASEA GmbH machen können. Das Landesbergamt beabsichtigt im bereits im September zu einem solchen Termin einzuladen.

Dagmar Becker begrüßt ausdrücklich, dass die CASEA GmbH spürbar bemüht ist, ihre Informationspolitik zu ihren Aktivitäten zu verbessern und den Dialog mit den Bürgern und der Politik sucht. Die SPD-Umweltpolitikerin konstatiert aber auch betriebliche Versäumnisse des Unternehmens. „Wie anders ist es zu erklären, dass mit Blick auf die bereits genehmigten Steinbrüche bei einem derzeitigen Planungshorizont von nur noch fünf bis sechs Jahren nicht bereits neue Geschäftsmodelle entwickelt wurden?“ Die SPD-Fraktion sei gerne bereit, das Unternehmen bei der Suche nach alternativen Geschäftsmodellen zu unterstützen und bürokratische Hürden aus dem Weg zu räumen, so Becker.

Elisabeth Lier

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