Dagmar Becker

SPD-Kreisparteitag in Gudersleben

Parteileben

Kämpferischer Ehrhold, kämpferische Basis

Ellrichs Bürgermeister Matthias Ehrhold befindet sich noch im Wahlkampf. Er will am 15. April abermals gewinnen. Muss sich aber gegen seinen Herausforderer von der CDU Ellrich, Henry Pasenow, behaupten. Und lud Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee quasi als Wahlkampfunterstützung in seine Einheitsgemeinde ein…

Kreisparteitag der SPD (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Tiefensee ist seit drei Monaten auch SPD-Landesvorsitzender von Thüringen. Er war bereits des öfteren im Landkreis Nordhausen, ist hier ein gern gesehener Gast, da er als sehr bodenständig gilt.
 
 
Er nahm an der Kreismitgliederversammlung der Nordhäuser SPD, die aber auch offen für alle Bürger war, am Freitagabend in Gudersleben teil. Zuvor hatte er mit Bürgermeister Matthias Ehrhold das Fahrzeugwerk Niedersachswerfen besucht und sich von Geschäftsführer Friedhelm Heinemann durch die Produktionsstätte führen lassen. Der Betrieb hat 270 Beschäftigte und ist für die Einheitsgemeinde Ellrich der größte Gewerbesteuerzahler.

Daran knüpfte auch Ehrhold in seiner Wahlkampfrede vor den etwa 40 SPD-Mitgliedern und interessierten Bürgern an, da ohne Geld wichtige Vorhaben nicht umzusetzen sind. Der Bürgermeister listetet seine Erfolge auf, ohne dabei die Bürger seiner Einheitsgemeinde und den Ellricher Stadtrat zu vergessen. Letzterer entscheide immer alles mit, so seinen die Erfolge stets gemeinsame Erfolge.

Und hob u.a. den Neubau der Sporthalle der Oberschule Ellrich hervor. Die Südharzhalle hat 2,6 Millionen Euro gekostet, gut angelegtes Geld für die Menschen vor Ort. Für Monat Mai kann nach Ehrholds Worten mit dem Umbau des Sport- und Außengeländes der Regelschule begonnen werden und machte auf weitere Vorhaben aufmerksam, die bereits abgeschlossen sind oder bevorstehen.

Wirtschaftsminister Tiefensee holte in seinem gut 30minütigen Vortrag die Probleme der Welt, der Bundes- und Landespolitik in den Saal des Guderslebener Gasthofes, sprach über Aufgaben der Landespartei, des wirtschaftlichen Vorankommens Thüringens, des dringlichen Breitbandausbaus, von Straßen-und Radwegprojekten, von Integration aber auch deren Grenzen, wenn Kommunen sich überfordert fühlen.

Für die Forderung der Thüringer SPD-Basis nach Erhalt aller Regionalbüros im Freistaat zeigte der Landesvorsitzende großes Verständnis und will dies mit in den Vorstand bringen. Denn werden diese Anlaufstellen geschlossen, stirbt die Arbeit an der Basis, gibt es keine Ansprechpartner der Partei mehr für die Anliegen der Bürger. Deshalb wurde Tiefensees Ankündigung, für den Erhalt zu kämpfen, mit viel Beifall bedacht.

Zugleich soll sich im Landesbüro am Erfurter Juri-Gagarin-Ring einiges ändern. Die Parteizentrale soll bürgerfreundlicher werden. Tiefensee will sie zu einer Dienstleistungsstelle umbauen. Kritisch ging Tiefensee auch mit der Partei ins Gereicht, als er sagte: „Uns geht es nicht gut. Doch die SPD wird gebraucht.“ Und stelle zudem die Frage: „Warum wählen uns die Menschen derzeit nicht? “ Bei seinen Begegnungen mit den Menschen habe er sich oft für die Politik der SPD-Führung entschuldigt, die mitunter „einen falschen Weg gegangen“ sei.

„Wir müssen uns ehrlicher machen, dürfen Probleme nicht unter den Tisch fallen lassen“, forderte Tiefensee. Mahnte aber auch, den Bürgern zwar „aufs Maul zu schauen, aber nicht nach dem Munde zu reden“. Hartz IV sollte nicht ausradiert werden, aber „wir können korrigieren“, sprach Tiefensee den Genossen aus der Seele. Und freute sich zugleich über die Zahlen in Sachen Mitgliedschaft in der Nordhäuser SPD.

Kreisvorsitzende Anika Gruner hatte diese zuvor mitgeteilt. Demnach hat der Kreisverband Nordhausen aktuell 174 Mitglieder. Seit der Kampagne der Jusos gab es 32 Neueintritte, von denen vier wieder die Partei verlassen haben. 200 Mitglieder rief Gruner als großes Ziel aus. Schließlich gab es noch weitere Wortmeldungen, unter anderem von Landrat Matthias Jendricke, der über Aufgaben in seiner Verwaltung und im Kreistag sprach.

Klaus-Dieter Reimers beleuchtete seine jahrzehntelange Mitgliedschaft in der Partei und sieht die SPD als „seine Heimat, seine Familie“ an. Georg Backhaus kritisierte die Mauscheleien der Bundes-SPD-Führung bei der Ämtervergabe und den Umgang mit dem früheren Außenminister Sigmar Gabriel. Zudem informierte er über den Stand des „SPD-Basis-Projektes Lesserplatz“ in Nordhausen.

Schließlich konnte Nordhausens Ortsvereins-Vorsitzender Matthias Jendricke einem Neumitglied das Parteibuch der SPD überreichen: Günter Schmidt. Er schilderte seine Beweggründe für den Wiedereintritt in die Partei. Er war wegen der Hartz-IV-Gesetze damals aus der SPD ausgetreten. Nun sieht er die Partei wieder einen gerechteren Weg gehen und will aktiv mitarbeiten. Kreisvorsitzende Anika Gruner bedankte sich für die engagierten Wortmeldungen und freute sich auf eine gute Basisarbeit in ihrem Kreisverband.
 

Hans-Georg Backhaus

http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=233517

 

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