Dagmar Becker

Schwusos begrüßen Engagement des Landes für Gleichstellung

Gleichstellung


AG Sprecher Maximilian Müller

Die Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwulen (AG Schwusos) in der Thüringer SPD begrüßt, dass die rot-rot-grüne Landesregierung die ersten Punkte des Koalitionsvertrages zur Gleichstellung aller Lebensweisen in unserer Gesellschaft in Angriff genommen hat.

Zum Jahreswechsel wurden verschiedene Vereine in Thüringen, die sich für Homosexuelle, Bi- und Transsexuelle, Transgender und intergeschlechtliche Menschen engagieren von der Landesregierung dazu aufgefordert, sich über den Aufgabenbereich einer Antidiskriminierungsstelle auf Landesebene Gedanken zu machen.

Die AG Lesben und Schwulen in der Thüringer SPD befürwortet diese Vorgehensweise und strebt die zügige Einrichtung einer Antidiskriminierungsstelle auf Landesebene an. "Dies wäre ein  wichtiger Schritt im Sinne der Gleichstellung aller Lebensweisen.", so AG Sprecher Maximilian Müller.

„Das zuständige Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie muss hierzu schnellstmöglich die notwendigen Voraussetzungen schaffen. Die Einrichtung einer solchen Antidiskriminierungsstelle wäre ein wichtiger Fortschritt, sollte aber durch Beauftragte in den kommunalen Verwaltungen ergänzt werden“, unterstreicht Müller.

Nach Auffassung der Schwusos bleibt dennoch viel zu tun. Die Akzeptanz für die uneingeschränkte gesellschaftliche und rechtliche Gleichstellung von Menschen, die das gleiche Geschlecht lieben oder sich nicht einem bestimmten biologischen Geschlecht zugehörig fühlen, ist bis heute in Teilen unserer Gesellschaft nicht vorhanden.

Noch heute dürfen homo- und bisexuelle Männer nicht Blut spenden. Die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern*innen ist heterosexuellen Paaren weiterhin nicht gleichgestellt, insbesondere im Hinblick auf das Adoptionsrecht. In den Thüringer Schulen steht eine angemessene Auseinandersetzung mit verschiedenen Lebensweisen nach wie vor aus.

"Mit ihrem Aufruf geht die Landesregierung einen ersten wichtigen Schritt. Diesem müssen weitere folgen", so Müller abschließend.

 

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